Die Aktionstage 2015

Im Jahr 2015 sollen am 25. jeden Monats bundesweit Aktionstage unter dem Motto „Kein Sexkauf in Deutschland!“ stattfinden. Mit den gemeinsamen Aktionen möchten wir ein Zeichen setzen – für Menschenwürde und gegen Gewalt an Frauen. Der 25. eines jeden Monats ist schon jetzt weltweit der sogenannte „Orange Day“, mit dem die Vereinten Nationen ein Ende der Gewalt an Frauen fordern. Dieser Forderung schließen auch wir uns an und legen dabei den Fokus auf die Gewalt, die Frauen und Kindern in der Prostitution angetan wird. Mit Demonstrationen, Diskussionsrunden, Gesprächen, Informationsständen, Flashmobs und vielen anderen Aktionen wollen wir Flagge zeigen und MitbürgerInnen zum Nachdenken auffordern.

Die Aktionen finden bundesweit unter dem einheitlichen Motto „Kein Sexkauf in Deutschland!“ statt. Jede Organisation oder Initiative kann in einem Untertitel ihre eigenen Schwerpunkte legen. Auf diese Weise wird sichtbar, dass die Forderung „Kein Sexkauf in Deutschland!“ von vielen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen getragen wird. Es ist keine Forderung einer Minderheit mit veralteten Moralvorstellungen, sondern der Kampf für mehr Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern und für die Wahrung der Menschenwürde.

Das Ziel

Das deutsche Prostitutionsgesetz von 2002 ist eines der liberalsten Prostitutionsgesetze weltweit und hat der Zuführung und Ausbeutung von Frauen und Kindern in der Prostitution Tür und Tor geöffnet. Dieses Gesetz wird derzeit überarbeitet, doch ein Verbot des Kaufs „sexueller Dienstleistungen“ wird von der Koalition nicht in Betracht gezogen. Im Vorfeld der Verhandlungen zum Gesetzesentwurf wurden ProstitutionskritikerInnen und AbolitionistInnen nicht gehört.

Mit den Aktionstagen möchten wir zum einen auf die Zustände in unserem Land aufmerksam machen und das Leid und die Gewalt, die Frauen und Kinder im Prostitutionsmilieu erleben, sichtbar machen. Zum anderen möchten wir lautstark für ein Sexkaufverbot eintreten, wie es auch das Europäische Parlament von den Mitgliedstaaten fordert und wie es Schweden bereits seit 15 Jahren mit Erfolg praktiziert. Das Modell macht gerade international Schule: Ein Verbot von Sexkauf wurde in Norwegen, Island, Kanada, Nordirland bereits eingeführt und wird in Litauen, Frankreich, Israel, Kuba und Großbritannien ernsthaft erwogen. Wir brauchen einen Perspektivwechsel.

Über uns

Die Idee zu dieser Serie von Aktionstagen hatten die beiden Gruppen SOLWODI und Abolition 2014 gemeinsam – beide mit dem Interesse, vor allem die gesellschaftliche und weltanschauliche Breite abzubilden, die ein Verbot von Sexkauf in Deutschland anstrebt.

Teilnehmen können alle Einzelpersonen, Gruppen und Initiativen, die den Kauf von Sex unter Strafe stellen wollen (Nordisches Modell). Alle Aktionen werden auf dieser Webseite gebündelt aufgeführt, damit sich möglichst viele Menschen anschließen können.